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Rürup-Rente (Basis-Rente)

In seinem Urteil vom 06.03.2002 hat das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber verpflichtet, die unterschiedliche Behandlung von Beamtenpensionen und Renten neu zu regeln.

Mit dem seit dem 1.1.2005 in Kraft getreten Alterseinkünftegesetz hat der Gesetzgeber diese Auflage erfüllt. Die Altersvorsorge ist zukünftig in den drei Schichten zu sehen.

Schicht 3 - Kapitalanlageprodukte
  • Fondspolicen
  • Geschlossene Beteiligungen
  • Investmentfonds
  • Kapitallebensversicherungen
  • Rentenversicherungen

Schicht 2 - Zusatzversorgung
Schicht 1 - Basisversorgung
  • Gesetzliche Rentenversicherung
  • Basisrente (Rürup-Rente)

Der Abzug von Vorsorgeaufwendungen wird seitdem neu geregelt. (Tabelle 1)

Altersvorsorgeaufwendungen

§ 10 Abs.1 Nr. 2a+b EStG

Sonstige Vorsorgeaufwendungen

§ 10 Abs.1 Nr. 3a+b EStG

·             Gesetzliche Rentenversicherung

·             Landwirtschaftliche Alterskassenbeiträge

·             Berufsständischen Versorgungseinrichtungen

·             Leibrentenversicherungen (Basis-Rente oder auch Rürup-Rente genannt)

·             Versicherungen gegen Berufsunfähigkeits, verminderte Erwerbsminderung Hinterbliebenenschutz (als Zusatzversicherung)

·         Kranken- und Pflegeversicherunge

·         Unfall- und Haftpflichtversicherungen

·         Risikolebensversicherungen

·         Eigenständige Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsversicherungen

·         Kapitallebens- und Rentenversicherungen nach altem Recht also vor dem 31.12.2004 abgeschlossen wurden und als Sonderausgaben begünstigt waren.

Steuerliche Entlastung durch die neue Regelung

Altersvorsorgeaufwendungen

Hier für können 20.000 € für Alleinstehende bzw. 40.000 für Ehepaare maximal in Ansatz gebracht werden. Der Gesetzgeber hat die Abzugsfähigkeit allerdings mit einer Übergangszeit versehen. Siehe folgende Tabelle

(Tabelle 2)

Jahr

geltend gemacht werden können

Jahreshöchst-betrag

Jahr

geltend gemacht werden können

Jahreshöchst-betrag

2005

60 %

12.000 €

2016

82 %

16.400 €

2006

62 %

12.400 €

2017

84 %

16.800 €

2007

64 %

12.800 €

2018

86 %

17.200 €

2008

66 %

13.200 €

2019

88 %

17.600 €

2009

68 %

13.600 €

2020

90 %

18.000 €

2010

70 %

14.000 €

2021

92 %

18.400 €

2011

72 %

14.400 €

2022

94 %

18.800 €

2012

74 %

14.800 €

2023

96 %

19.200 €

2013

76 %

15.200 €

2024

98 %

19.600 €

2014

78 %

15.600 €

2025

100 %

20.000 €

2015

80 %

16.000 €

 

 

 

Sonstige Vorsorgeaufwendungen

Angestellte Steuerpflichtige können 1.500 € selbständige Steuerpflichtige, 2.400 € sonstige Vorsorgeaufwendungen nach Tabelle 1 absetzen. Für Verheiratete verdoppelt sich der Abzugsbetrag.

Durch die neue Gestaltung der Sonderausgaben kommt es bei Selbständigen wie auch bei Angestellten zu Einkommensteuerreduzierungen.

Tipp: Diese Reduzierungen sollten umgehend in die Altersvorsorge investiert werden, da die Renten und andere Einkünfte bei Renteneintritt besteuert werden.

Rentenbesteuerung

Mit der geänderten Abzugsfähigkeit der Altersvorsorgeaufwendungen, wurde auch die Rentenbesteuerung komplett verändert.

Rentnerinnen und Rentner müssen einen vom Jahr des Rentenbeginns abhängigen Prozentsatz ihrer Bruttorente als steuerpflichtiges Einkommen versteuern. Der verbleibende Betrag ist der steuerfreie Teil und wird ab Rentenbeginn für die gesamte Laufzeit der Rente fortgeschrieben. Der Grundfreibetrag beträgt ab 2015 für Alleinstehende 8.472 €/Jahr und für Verheiratete 16.944 €/Jahr

Jahr

Besteuerungs-anteil in %

Jahr

Besteuerungs-anteil in %

Jahr

Besteuerungs-anteil in %

2005

50

2017

74

2029

89

2006

52

2018

76

2030

90

2007

54

2019

78

2031

91

2008

56

2020

80

2032

92

2009

58

2021

81

2033

93

2010

60

2022

82

2034

94

2011

62

2023

83

2035

95

2012

64

2024

84

2036

96

2013

66

2025

85

2037

97

2014

68

2026

86

2038

98

2015

70

2027

87

2039

99

2016

72

2028

88

2040

100

Aufgrund dieser neuen steuerlichen Regelungen ergeben sich neue Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge.

Mit der Basis-Rente (Rürup-Rente) haben erstmals auch Selbständige und Freiberufler die Möglichkeit steuerbegünstigt fürs Alter vorzusorgen. Mit der Basisrente bietet sich ein Vorsorgebaustein, der sich direkt im Sonderausgabenabzug bemerkbar macht. Auch Angestellte profitieren hiervon, wenn sie mit ihrem Einkommen über dem Durchschnitt liegen.

Die Rürup-Rente gehört zu Schicht 1 der Basisversorgung und ist abzugsfähig wie in Tabelle 2 beschrieben.

Damit eine Basis-Rente berücksichtigungsfähig ist, hat der Gesetzgeber hierfür bestimmte Eigenschaften vorgeschrieben.

So darf eine Basis-Rente

  • nicht übertragbar
  • nicht vererbbar
  • nicht kapitalisierbar
  • nicht beleihbar
  • nicht veräußerbar

sein.

Mittlerweile gibt es unterschiedlich ausgestattetet Varianten der Basis-Rente. Die Basis-Rente darf mit Zusatzversicherungen wie Berufsunfähigkeitsschutz, Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenschutz, ausgestattet werden. Das Kapital ist zwar nicht vererbbar aber eine Hinterbliebenenschutz in Form einer lebenslangen Hinterbliebenenrente ist bei einigen Versicherungen kostenlos möglich.

Die Basis-Rente ist in der Ansparphase Hartz IV sicher und abgeltungssteuerfrei

Eine Rürup-Rente kann man als klassische Rentenversicherung, Fondspolice oder Fondssparplan abschließen

Da die Thematik sehr komplex ist, empfehle ich Ihnen eine persönliche Beratung.

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