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aus der Kolumne des Münchner Merkurs

Veröffentlicht am 06.05.2014

Bettina H.: "Ich habe eine Frage zu meiner Kapitallebensversicherung mit Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung. Ich bin 45 Jahre und meine Versicherung wurde 1991 abgeschlossen. Sie läuft 33 Jahre also bis 2024. Da bin ich 55 Jahre alt, also noch nicht in Rente. Muss ich dann den Auszahlungsbetrag versteuern oder ist er steuerfrei? Was habe ich sonst noch zu beachten? Oder empfehlen Sie mir eine Stilllegung des Vertrages?"

Antwort: Wenn Sie Ihre Versicherung regelmäßig bis zum Ablauf bezahlen, ist die Kapitalauszahlung daraus komplett steuerfrei. Das hat nichts mit Ihrem Alter zu tun und auch nicht damit, dass Sie noch nicht in Rente sind. Sie haben die Voraussetzungen für eine steuerfreie Auszahlung erfüllt. Erst bei Versicherungen die ab 2005 abgeschlossen wurden, ist die Kapitalauszahlung nach dem Halbeinkünfteverfahren zu versteuern. Dies trifft bei Ihnen nicht zu, da Sie Ihre Versicherung bereits 1991 abgeschlossen haben. Es gibt auch keinen Grund die Versicherung stillzulegen. Der Höchstrechnungszins (Garantiezins) für Ihre Versicherung beträgt immerhin 3,5 Prozent pro Jahr. Eine steuerfreie Kapitalanlage mit Todesfallabsicherung für 3,5 Prozent pro Jahr und der gebotenen Sicherheit, werden Sie derzeit nicht auf dem Markt finden. Bezüglich der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung, gehe ich davon aus, dass es sich um einen Versicherung handelt, die im Falle Ihrer Zahlungsunfähigkeit den Beitrag für die Kapitallebensversicherung weiter zahlt. Wenn Sie diesen Baustein benötigen, spricht nichts dagegen ihn zu behalten. Sollte es sich um eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung für eine Berufsunfähigkeitsrente handeln, sollten Sie auf keinem Fall kündigen oder stilllegen, da Sie sonst im Falle einer Berufsunfähigkeit keine Berufsunfähigkeitsrente erhalten. Eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung für eine Berufsunfähigkeitsrente bis Lebensalter 55 ist im Prinzip ein Beratungsfehler, da das normale Rentenalter schon 67 Jahre beträgt.

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