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aus der Kolumne des Münchner Merkurs

Veröffentlicht am 28.2.2013

Regina H.: "Mein Mann und ich haben bei einer Bausparkasse einen alten Bausparvertrag aus dem Jahre 1992. Die Verzinsung beträgt 2,50 % plus 2,25 Bonus bei Nichtinanspruchnahme des Darlehens. Derzeitiges Guthaben 31.000 Euro zuzüglich 12.000 Euro Bonus bei Auszahlung. Das Darlehen wird nicht gebraucht. Nun möchte die Bausparkasse den Vertrag auslösen. Sie machte uns ein Angebot für ein Anlagekonto mit Inflationsschutz (Hausinvest) Immobilienfonds. Die Abschlussgebühr in Höhe von 5 % wird erlassen."

Antwort: Die Bausparkasse kann Ihren Bausparvertrag nur dann kündigen, wenn die Baussparsumme erreicht ist - sonst nicht. Sollte eine Kündigung aus diesem Grund erfolgen, erhalten Sie Ihr Guthaben ausbezahlt. Natürlich will die Bank das Geld weiterhin anlegen und macht Ihnen deshalb den Vorschlag es in einen offenen Immobilienfonds zu investieren. Davon würde ich aber aus heutiger Sicht abraten. Derzeit haben viele offene Immobilienfonds die Rücknahme von Anteilen ausgesetzt und werden liquidiert. Das heißt es werden keine Fondsanteile mehr zurück genommen, es werden alle Immobilien verkauft und das Vermögen, innerhalb eines festgelegten Zeitraumes, auf die Anteilseigner aufgeteilt. Diese Maßnahme ist eine direkte Folge der Finanzkrise. Der Ihnen vorgeschlagene Fonds ist zwar davon noch nicht betroffen aber es gibt einen weiteren Grund hier Zurückhaltung zu üben. Ab Juli 2013 soll der Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Richtlinie 2011/61/EU (AIFM-Umsetzungsgesetz - AIFM-UmsG) in Kraft treten. In diesem Gesetz ist unter anderem vorgesehen, dass Anleger ab dem 1. Juli 2013 nur noch einmal im Jahr aus offenen Immobilienfonds aussteigen können. Die tägliche Anteilsrückgabe, ist dann nicht mehr möglich. Die hohe Flexibilität von offenen Immobilienfonds ist damit nicht mehr gegeben

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