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aus der Kolumne des Münchner Merkurs

Veröffentlicht am 03.08.2011

Eva O.:"Im Jahre 2006 habe ich eine Beteiligung bei der HSC-Optivita UK II GmbH & Co. KG abgeschlossen, die in Lebensversicherungen investiert (Laufzeit bis 31.12.2020). Laut meinem Bankberater eine sehr sichere Anlage mit einer guten Rendite. Bis heute habe ich aber nur für die Jahre 2007 und 2008 eine Ausschüttung erhalten, danach wurden die Zahlungen eingestellt. Ich habe nun erfahren, dass es zum 31.12.2011 ein Sonderkündigungsrecht für diese Anlage gibt. Auf Nachfrage bei meiner Bank hat man mir davon abgeraten zu kündigen, da sonst die Endvergütungen verloren gingen. Ich habe nun den Glauben an dieses Investment verloren und Angst um meine Einlage. Können Sie mir bitte raten wie ich mich verhalten soll. Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen."

Antwort: Bei dem HSC Optivita UK II handelt es sich um eine geschlossene Beteiligung mit allen Risiken. Der Fonds investiert in angesparte britische Lebensversicherungen so genannten Traded Endowment Policies (TEPs). Ein Ziel der Anlage ist es die Beiträge weiter zu zahlen bis zum Ablauf und dann die Ablaufleistung dem Fonds zu zuführen. Ein zweites Ziel ist mit den TEPs zu handeln. Diese Ziele hätten in der Vergangenheit sicherlich die geplante Rendite erzielt. Britische Lebensversicherungen haben in den Jahren vor 2003 Renditen bis zu 13 % pro Jahr erwirtschaftet. Dies war natürlich nur möglich durch den hohen Aktienanteil in den Versicherungen. Doch aufgrund des massiven Aktieneinbruchs im Jahr 2000, werden ab 2004 nur noch einstellige Renditen erreicht. In 2011 liegt diese bei ca. 5,5%. Ein weiteres Problem ist die massive Abwertung des britischen Pfundes. Da die britischen Versicherungen in britischen Pfund abgerechnet werden, haben deutsche Anleger hier einen enormen Währungsverlust. Diese Geschehnisse haben natürlich dazu geführt, dass der Zweitmarkt für TEPs zusammengebrochen ist. Also der Fonds keinen Policen mehr handeln kann. Da die Option der Rückgabe bis zum 30.6.2011 hätte erfolgen müssen, bleibt Ihnen nur die Hoffnung, dass sich das britische Pfund wieder etwas erholt und die Wertentwicklung wieder steigt.

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