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aus der Kolumne des Münchner Merkurs

Veröffentlicht am 25.02.2011

Karin H.: "Im Jahre 2004 habe ich über die Volksbank eine Beitrittserklärung für die GAF Aktive Life 1, Renditebeteiligungs GmbH Co KG unterschrieben und zugleich eine Kapitaleinlage von 2o.ooo,- $ geleistet. Es handelt sich hier um ein Portfolio von US-Lebensversicherungen, wobei im Feb r. 2007 $ 1000,- und März 2008 noch $ 400,- zur Ausschüttung kamen. Seither ist keine Zahlung mehr eingegangen. Da ich nun von Anlageschützervereinen sowie Anwälten und Interessengemeinschaften schon mehrfach aufgefordert wurde, eine Beitrittserklärung (natürlich gegen Vorkasse) zu unterschreiben, um entweder gegen die GAF oder die Volksbank wegen falscher Versprechen bzw. Falschberatung vorzugehen, bitte ich mich zu beraten, wie ich mich verhalten sollte. P.S. Die Volksbank hat nunmehr eine einmalige Ausstiegsmöglichkeit angedacht, wobei 90% der ursprünglichen Kapitaleinlage zur Auszahlung kommen sollten. Ist das ein gutes Angebot?"

Antwort: Bei dem GAF Active Life 1 handelt es sich um einen Fonds der in den Zweitmarkt von US-Risikolebensversicherungen investiert. Initiator ist die GENO Asset Finance GmbH, ein "Joint-Venture"- Unternehmen der GVA GENO-Vermögens-Anlage-GmbH, Frankfurt (GVA), einem Unternehmen der Genossenschaftszentralbanken (DZ BANK AG und WGZ-Bank eG) und der Citigroup. Nach einer Meldung vom 12. Februar 2010 ist die Fondsgesellschaft auch für das Geschäftsjahr 2009 nicht in der Lage, eine Ausschüttung zu zahlen. In dem Geschäftsjahr kamen nur 17 Policen mit einer Gesamtsumme von 15 Millionen zur Auszahlung. Dies reichte aber nur für die fälligen Prämien und Kosten der Fondsgesellschaft. Die Kreditlinie der Fondsgesellschaft wurde auf 15 Millionen US Dollar aufgestockt, damit die Prämien in 2010 bezahlt werden können. Ein ernüchterndes Ergebnis brachte die am 08.06.2010 stattfindende Gesellschafterversammlung. Statt der prognostizierten Ausschüttungen bis 2010 von 65,1% Ihrer Kapitalanlage, wurden bisher nur ganze 7% gezahlt. Fürs Jahresende müssen weitere Darlehen aufgenommen werden, um die erforderlichen Versicherungsbeiträge zu zahlen. Offensichtlich ist dieses Anlagemodell vom Initiator völlig falsch eingeschätzt und kalkuliert worden. Mein Rat ist. Nehmen sie die Ausstiegsmöglichkeit an und retten Sie 90 % Ihres eingesetzten Kapitals. Denn ob ein Prozess mehr bringt, ist nicht gewiss.

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