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aus der Kolumne des Münchner Merkurs

Veröffentlicht am 02.08.2010

Michael T.: "Ich (36 Jahre) und meine Ehefrau (35 Jahre - 2 Kinder) besitzen seit 5 Jahren auf Empfehlung unserer Bank für die Altersvorsorge einen Riesterfondssparvertrag UniProfiRente von UnionInvestment. Ich bezahle derzeit 100 Euro mtl. auf den Vertrag ein, meine Frau nichts mehr. Zulagen sind bisher immer eingegangen. Bei beiden Verträgen sind die Einzahlungen voll im UniGlobal angelegt, Stand derzeit bei mir ca. 6.200 Euro und bei meiner Ehefrau 3.000 Euro, derzeit hätte ich (ohne Zulagen) 400 Euro Kursgewinn, meine Frau 200 Euro. Nun empfiehlt uns ein freier Berater intensiv den Wechsel in eine DWS-Riester Premium Rente. Macht das Sinn? Laut Aussage des Beraters hätte dies den Vorteil, dass ich nur die ersten 5 Jahre Gebühren zahlen muss. Was würden Sie uns empfehlen?"

Antwort: Ihre Entscheidung für die Riesterrente ist angesichts Ihrer familiären Konstellation auf alle Fälle richtig gewesen. Damit das Risiko für die Sparer begrenzt ist, fordert der Staat von allen Riesteranbietern, dass mindestens die eingezahlten Beiträge und die Zulagen zu Beginn der Leistungsphase zur Verfügung stehen müssen. Diese Garantie versucht die UniProfiRente mit dem Einsatz von zwei Fonds zu realisieren. Diese beiden Fonds sind der Aktienfonds UniGlobal und der Rentenfonds UniEuroRente. Angesichts des jüngsten Debakels in der Finanzkrise stellt sich für die Riestersparer allerdings die Frage, ob das Konzept der UniProfiRente wirklich kundenfreundlich ist. Letztendlich möchte jeder Riestersparer zu Beginn der Leistungsphase einen vernünftigen Gewinn erzielt haben und nicht nur die Beiträge und Zulagen. Folgendes ist in 2009 passiert. Angesichts der hohen Kursverluste von Aktienfonds, ausgelöst durch die Finanzkrise, schichtete Union Invest bei mehr als 360.000 Riestersparern die Anteile aus dem UniGlobal in den UniEuroRente um. Diese Anteile werden aber bis zum Ende der Vertragslaufzeit nicht mehr zurück in den Aktienfonds umgeschichtet. Auch wenn der zukünftige Rentner noch 20 Jahre Ansparzeit bis zum 60.Lebensjahr hat. Zwar werden neue Anteile für aktuelle Zahlungen wieder in den Aktienfonds angelegt aber das verhindert nicht den Renditeverlust des Kapitals, das in den Rentenfonds vor sich hin dümpelt. Ihnen ist das nach eigenen Angaben nicht passiert. Deshalb gibt es für Sie auch aktuell keinen Grund den Anbieter zu wechseln. Denn ein Wechsel in die DWS RiesterRente Premium kostet Sie auf alle Fälle wieder die kompletten Abschluss und Vertriebskosten. Wie bei allen Riesterprodukten, werden diese über 5 Jahre umgelegt. D.h. Sie zahlen diese Kosten ein zweites Mal. Welchen Vorteil dies haben soll kann ich nicht nachvollziehen.

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