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aus der Kolumne des Münchner Merkurs

Veröffentlicht am 14.06.2010

Sylvia M.:"Wir (45,38) habe vor drei Jahren eine fondsgebundene Rentenversicherung von Aspecta zur Altersvorsorge abgeschlossen. Sie nennt sich Wunschrente-Plus invest. Privat nennt. Auf Rat des Makler, läuft sie auf meinen Namen, mein Mann ist mit eingetragen. Die Fonds bestehen aus Templeton Growth Fund. Inc. (45 Prozent), Fidelity Fds - European Growth (45 Prozent) und Basket 100 (10 Prozent). Monatlich zahlen wir 150 Euro ein. Die Laufzeit beträgt 30 Jahre. Was halten Sie davon?"

Antwort: Ihre fondsgebundene Rentenversicherung ist im Prinzip nichts anderes als ein Aktienfondssparplan im Versicherungsmantel. Die Kosten der Versicherung sind auf alle Fälle höher als die eines Fondssparplanes. Zu den Abschlusskosten von 4 % kommen noch jährlich laufende Kosten von 0,58 % der Tarifbeitragssumme hinzu. Für den Basket 100 werden noch mal 0,1 % des Guthabens als jährliche Kosten abgezogen. Was ist die Gegenleistung. Das Kapitalanlagerisiko liegt voll bei Ihnen. Sie haben keine Garantie in der Versicherung. Die Versicherung garantiert lediglich einen bestimmten Betrag Rente pro 10.000 EUR Anlagevolumen. Wenn das Anlagevolumen in den letzten Jahren aufgrund einer Baisse stark abfällt, wird sich Ihre Rente bzw. die Ablaufleistung entsprechend reduzieren. Zu überprüfen ist noch, was passiert mit dem Kapital, bei Tod nach Renteneintritt. Haben Sie eine Rentengarantiezeit vereinbart oder Auszahlung des Restkapitals. Ersteres ist auf alle Fälle die schlechtere Variante. Eine bessere Alternative wäre ein reiner Aktienfondssparplan mit Absicherung der Kurse durch eine spezielle Stopp-Loss- Steuerung der Fonds. Diese funktioniert wie folgt. Bei einem vordefinierten Kursabfall werden automatisch die Aktienfonds in einen Geldmarktfonds getauscht. Dadurch wird Ihr Kapital vor hohen Kursverlusten geschützt. Wenn der Kurs dann wieder um einen bestimmten Prozentsatz steigt, werden die Anteile des Geldmarktfonds wieder in den Aktienfonds getauscht. Der Fondstausch ist natürlich ohne Ausgabeaufschlag. Die Vorteile einer solchen Anlage sind eindeutig. Ihr Vermögen ist jederzeit vor starken Kursabschwüngen gesichert, der Cost-Average-Effect kommt dadurch voll zum Tragen. Die Kosten sind geringer, Sie haben steten Zugriff auf Ihr gesamtes Kapital. Sie können die Sparrate jederzeit erhöhen, reduzieren oder aussetzen. Bei Tod nach Renteneintritt geht das ganze Kapital an Ihre Hinterbliebenen. Ein Nachteil ist aber auch zu erwähnen, nämlich die Abgeltungssteuerpflicht. Die sollte aber in Erwartung der guten Rendite durch diese spezielle Steuerung des Sparplanes kein Problem sein.

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