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aus der Kolumne des Münchner Merkurs

Veröffentlicht am 25.05.2010

Ludwig K.:

"Ich (Rentner, 69) habe vor einigen Jahren einen Teil meiner Ersparnisse auf Anraten meines Anlageberaters bei der Raiffeisenbank in folgende Fonds bzw. Beteiligungen angelegt:

  • Nordcapital Immobilienfonds London 1 GmbH & Co. KG (10.000 Brit. Pfund)
  • Nordcapital, MS "E.R.Texas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG (10.000€)
  • Gamma Trans Leasing Verwaltungs GmbH, GAF Active Life Renditebeteiligung GmbH & Co. KG (20.000 US$)
  • MPC Sachwert Rendite-Fonds Opportunity Amerika GmbH & Co.KG (20.000 US$)

Mein Vertrauen zu dem oben genannten Berater ist inzwischen gleich Null. Waren diese Anlagen Fehlanlagen? Und muss ich mit sehr hohen Verlusten rechnen?"

Antwort: Nordcapital ist grundsätzlich ein solider Initiator, der bestimmt zu den Besseren seiner Zunft gehört. Auch der Fonds stellt sich solide dar, hat mit ACE einen potenten Mieter, der das Objekt über die komplette Fondslaufzeit von 15 Jahre gemietet hat. Die Liquiditätsreserve liegt über Plan und die Ausschüttungen kamen und kommen prospektgemäß

Das Containerschiff MS E.R. Texas, wurde bis dato auch gut gemanagt und nur aufgrund der Krise und deren perspektivischen Auswirkungen, wurde die 2009er Ausschüttung einbehalten. Für 2010 sind wieder 6% Ausschüttung geplant, obwohl in 2011 die erste Dockung ansteht (es ist genügend Liquidität vorhanden).

Bei dem GAF Active Life 1 handelt es sich um einen Fonds der in den Zweitmarkt von US-Risikolebensversicherungen investiert. Initiator ist die GENO Asset Finance GmbH, ein "Joint-Venture"- Unternehmen der GVA GENO-Vermögens-Anlage-GmbH, Frankfurt (GVA), einem Unternehmen der Genossenschaftszentralbanken (DZ BANK AG und WGZ-Bank eG) und der Citigroup. Nach einer Meldung vom 12. Februar 2010 ist die Fondsgesellschaft auch für das Geschäftsjahr 2009 nicht in der Lage, eine Ausschüttung zu zahlen. In dem Geschäftsjahr kamen nur 17 Policen mit einer Gesamtsumme von 15 Millionen zur Auszahlung. Dies reichte aber nur für die fälligen Prämien und Kosten der Fondsgesellschaft. Die Kreditlinie der Fondsgesellschaft wurde auf 15 Millionen US Dollar aufgestockt, damit die Prämien in 2010 bezahlt werden können.

Die Entwicklung des Fonds ist durchwachsen. Investiert wird in US-Projekte wie Hotels, Wohnviertel, Appartementanlagen ect. und diese Verflechtung mit den USA und der gefolgten Finanzkrise, hat auch hier zu Abwertungen geführt. Zu allem Überfluss wurden an die Kunden 18% an Ausschüttungen ausbezahlt. Was ja nicht schlecht wäre, wenn das Management nicht noch andere Verpflichtungen vereinbart hätte, die dann das Geld auch angefordert hatten. Diese Zahlungen mussten dann finanziert werde, was nicht unbedingt professionell ist. Wenn Sie zum geplanten Laufzeitende 2016 Ihr einbezahltes Kapital zurückbekommen, dürfte dies das beste Szenario darstellen

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